Hass
nach dem Film "La Haine" von Mathieu Kassovitz in einer Bearbeitung für das Theater von Volker Schmidt
Übersetzung: Karim Cherif
Karim: Karim Cherif
Daniil: Daniel Wagner
David: David Wurawa
Herr auf der Toilette: Tamas Ferkay
Reporterin, Vernissagebesucherin u.a.: Miriam Jansen
Asterix, Zivilpolizist u.a.: Marcel Mohab
Morteza, Saturn, Zivilpolizist u.a.: Morteza Tavakoli
Ivana, Bettlerin: Ivana Nikolic
Sissy, Polizist: Karim Rahoma
Sputnik: Piotr Znajkowski
DJ, Zivilpolizist, u.a.: Ra-B Groovebuz
Polizisten, Tänzer u.a.: Firuz Akhmedov, Moditaba Behbodi, Mostafa Behbodi, Elias Buttinger, Cheng Deng, Naima Mazic, Robin Stowasser
Regie: Volker Schmidt
Kostüm: Anna Sonner
Grafische Gestaltung, Bühne: Emanuel Jesse
Theme Song : Spax
Technische Leitung: Dieter Gebetsberger
Regieassistenz: Miriam Jansen
Produktionsassistenz: Daniela Schwarz
Assistenz Technische Leitung: Barbara Petritsch
Technik: Martina Hertz
Ton| Licht: Piotr Znajkowski
Kostümassistenz: Jennifer Podehl
Garderobe: Kerstin Moser
Regiehospitanz: Marie-Chrisine Grosseger, Dewi Kostial
Kostümhospitanz: Katharina Fellinger
Dokumentation: Martina Nowak
Foto: Theresa Rauter
Produktion: Alexandra Hutter
Herzlichen Dank an
Birgit Brodner (MA 7), Arne Haubner (Soul Asphalt), Birgit Hutter (Der Fundus), Kaiserverlag Wien, Jutta Kleedorfer (MA 18), Christian Kunna (Wien Energie), Martina List und Spax.
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La banlieue fictive
La Haine gilt als Meilenstein des französischen Kinos der 1990er Jahre und gewann unter anderem beim Filmfestival in Cannes 1995 die Auszeichnung für den besten Regisseur, den César für den besten Film und den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Young European Film of the Year.
Der Film ist Ausgangspunkt für das Theaterstück Hass. Doch wir zeigen eine fiktive Banlieue, die am Rande jeder Großstadt sein kann. Eine geografische Zuordnung gibt es nicht. Der Ort ist ein Niemandsland am Rande einer großen Stadt irgendwo in Europa. Die Jugendlichen, die hier leben, sprechen verschiedene Sprachen. Sie vereint, dass sie nicht so wahrgenommen werden, wie sie sind, sondern wie man glaubt, dass sie sind. So werden sie das, was man von ihnen glaubt.
Hass ist ein Stück über unsere Gesellschaft, indem sie das Leben der aus der Gesellschaft ausgeschlossenen zeigt; Ein Stück über eine Gesellschaft, die Wettbewerb vor Empathie stellt, und Profit vor Solidarität, eine Gesellschaft, die versucht, mit Milliardenkrediten und Bankrettungsaktionen ein System am Leben zu erhalten, das auf Dauer nicht funktionieren kann.
Die Menschen am Rande unserer Gesellschaft werden härter aufschlagen als die Menschen in der Mitte. Der Widerstand gegen dieses System manifestiert sich in Hass: sich wiederholende Ausschreitungen in den Vororten von Paris, zuletzt 2005, der Unruhen in Athen 2008, gewalttätige 1. Mai-Demonstrationen in Berlin 2009. Die Gewalt erwächst immer aus einem Gefühl von Ohnmacht und Chancenlosigkeit. Auslöser sind meist ein durch Polizisten getöteter Jugendlicher oder Demonstrant. Kassovitz' Film ist fünfzehn Jahre alt. Und wird immer aktueller.
Wien ist der Prototyp einer westlichen Stadt, in der jede Fläche ihre Bestimmung hat, Freiräume und Niemandsland rar sind, in der Überreglementierung, Institutionalisierung und kommerzielle Nutzung Spontaneität und Lebensräume für alternative Lebens- und Kunstformen minimieren. Das Gaswerk ist eine der wenigen Flächen, die diesen Freiraum bietet. Hier spielen wir, was für andere kein Spiel ist.
Vorstellungen
27.-30. Mai, 3.-6. & 10.-13. Juni, jeweils 18 Uhr
Spielort: Altes Gaswerk Leopoldau
Treffpunkt: brut im Künstlerhaus
Karlsplatz 5
A - 1010 Wien
Karten und Infos: www.festwochen.at
oder A1freeline: 0800 664010
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