Es spielen

Paul Brusa · Oktay Günes · Karin Yoko Jochum
Nancy Mensah-Offei · Mustafa Kara
Benjamin Muth · Khaled Sharaf El Din
Sandra Selimovic

Regie und Raumkonzept ♦ Volker Schmidt
Kostüm ♦ Julia Eisenburger
Musikalische Leitung ♦ Ossy Pardeller
Regieassistenz ♦ Mirjam Erdem
Kostümassistenz ♦ Sarah Damovsky
Produktion ♦ Alexandra Hutter

 

Vorstellungen

18.01.2012 / Premiere
20.01.2012 / anschließend Publikumsgespräch
21.01.2012
29.01.2012
30.01.2012
11.02.2012
15.02.2012
18.02.2012
23.02.2012
29.02.2012

Beginn jeweils 20:00

GARAGE X Theater Petersplatz
A-1010 Wien, Petersplatz 1

Kartenreservierung: +43 1 535 32 00 – 11
reservierung@garage-x.at
www.garage-x.at

Eine Produktion von new space company
in Kooperation mit GARAGE X

Verrücktes Blut

von Nurkan Erpulat & Jens Hillje

Frei nach Motiven aus dem Film „Heute trage ich Rock“ (Drehbuch und Regie von Jean-Paul Lilienfeld)

 

Das Stück

Schauplatz Klassenzimmer. Projekttag Friedrich Schiller. Sonia Kelich, hoch motiviert und mit Reclam-Heften unter dem Arm, bemüht sich ihren Schülern Schillers idealistische Vorstellung vom klassischen deutschen Theater zu vermitteln. Doch Bastian, Hakim und Musa randalieren und boykottieren den Unterricht. Da faellt ploetzlich in einem Gerangel eine Pistole aus Musas Tasche. Sonia Kelich nimmt kurz entschlossen die Waffe an sich, zwingt die Schüler mit vorgehaltener Pistole, "Raeuber" und "Kabale und Liebe" zu spielen und versucht so, die Ideale der Aufklaerung zu vermitteln. Mit dieser Geiselnahme beginnt nicht nur ein abgründiger Tanz der Genres vom Thriller über die Komoedie zum Melodrama, sondern auch die spielfreudige und provokante Dekonstruktion aller vermeintlich klaren Rollen und Identitäten. Die aberwitzige Situation entlarvt aberwitzige gesellschaftliche Positionen der Migrationsdebatte.

Eine Produktion von new space company
in Kooperation mit GARAGE X

 

Die Frau Lehrerin durchläuft in Volker Schmidts feiner Inszenierung ihrerseits ein paedagogisches Programm: Sie muss um die Zustimmung der Schutzbefohlenen, denen sie die Knarre vor die Nase haelt, auch leidenschaftlich werben. Selbstgewissheit paart sich mit dem Jammer der Überforderung: Jochum schafft als schießwütige Frau Professor Kelich einen hinreißenden Spagat. Der Standard


Es ist erstaunlich, mit wie wenig Aufwand wie viel an aktueller Problematik in knapp zwei Stunden thematisiert werden kann. Die ganze Zeit sieht man als Bühne das gleiche dröge Klassenzimmer. Mehr braucht Regisseur Volker Schmidt nicht. (...)Dieser Theaterabend hätte, wie so viele mit tagesaktueller Thematik, kopfschwer, aufgesetzt oder klischeebeladen werden können.Dass er das Gegenteil ist, liegt am stimmigen Text, der unaufgeregten Inszenierung und den locker auf der Bühne Agierenden. Nachtkritik


Regisseur Schmidt dekonstruiert lustvoll vermeintlich klare Identitaeten. Kurier

 

Volker Schmidt hat eine eigene für Wien passendere Typologie und Sprache gefunden, und das Stück auf sein hervorragendes Ensemble zugeschnitten. Oe1

 

Auffuehrungsrechte: Pegasus GmbH Theater- und Medienverlag, Berlin

 



 

 

Hass
volker@volkerschmidt.at